GESCHÄFTSMODELL FRACTIONALIZED OWNERSHIP

Nicht jeder kann sich einfach ein Auto kaufen, geschweige denn lohnt es sich nicht für jeden, sich ein Auto zu kaufen. Was für eine WG gilt, gilt auch für das Auto, durch das Teilen wird es günstiger für den Einzelnen. Diesen Gedanken findet man oft wieder, inzwischen ist es sogar zu einem Geschäftsmodell geworden.

Durch die Digitalisierung ist es so einfach wie nie, sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen und zu koordinieren. Das haben auch Firmen erkannt und bieten Plattformen, wo genau dies geschieht, auch wenn in einer weniger Kommunikativen, netzbasierten und standardisierten Form. Ein Beispiel für die Plattform ist die Drive Now App. Der Unterschied zu unserem anfänglichen WG-Beispiel ist nur, dass die eigentliche Leistung von einem Unternehmen zur Verfügung gestellt wird und kein direkter Austausch zwischen Leuten mit gleichen Interessen stattfindet, um eine Vergünstigung zu erzielen.

Stattdessen wird für jede Nutzung gezahlt. Im Beispiel von Drive Now, verdient der Betreiber nun jedes Mal, wenn das Auto über die Plattform gebucht wird. Besonders der Wertverlust durch die Nutzung des Wertgegenstandes ist dabei bei der Festlegung des Preises zu berücksichtigen. So werden die Wertgegenstände gewinnbringend vermietet. 

Doch lohnt es sich für Betreiber, ihre Produkte so anzubieten, nicht weil Sie Gewinn machen. Dieser wird auch erzielt, wenn das Produkt verkauft und nicht vermietet wird. Vielmehr kann durch das Eliminieren der Einstiegsbarriere eine viel breitere Kundschaft angesprochen werden und so neue Kundensegmente angesprochen werden. Gleichzeitig ergibt sich so für den Autohersteller die Möglichkeit, vor dem Bedarf eines eigenen Autos eine Markenbindung aufzubauen, über die dann durch die Gewohnheit der Nutzung ein Kauf der entsprechenden Marke wahrscheinlicher wird. Besonders lohnenswert ist es daher, die Option zu vermieten, zusätzlich zum eigentlichen Verkauf anzubieten. In diesem Rahmen kann man wieder kreativ werden. So nutzten die Automobilkonzerne die Carsharing App Drive Now, um sich nicht gut verkaufende Automodelle verwenden zu können.

Problematisch an einem solchen Geschäftsmodell ist jedoch, dass wenn das Angebot nicht groß genug ist und Kunden das Produkt aus Gründen der Verfügbarkeit zu oft nicht nutzen können. Zudem beanspruchen unterschiedliche Kunden das Produkt unterschiedlich stark. Um dies besser zu verbildlichen, gibt es bei Drive Now Kunden, welche die Mietwagen nutzen, um (illegale) Rennen mit den Wagen zu fahren. Dadurch mussten nur nach wenigen Kilometern die Reifen gewechselt und die Lebenszeit des Wagens wurde verkürzt. Von Gefahren für andere Verkehrsteilnehmer ganz zu schweigen. Durch solche Kunden passt plötzlich die Kalkulation nicht mehr, die Preise steigen und das Geschäft verliert an Profitabilität.

Dieses Geschäftsmodell kann eine weitere Einkommensquelle sein und besonders gut ein bestehendes Geschäftsmodell ergänzen, während es auch zeitgleich für sich alleinstehen kann. In diesem Fall ist man jedoch stärker den Risiken ausgesetzt. In allen Fällen muss geguckt werden, welche Nutzer problematisch sein könnten (in unserem Beispiel jüngere Leute, die Rennen fahren). Gleichzeitig ist es wichtig, dass das Angebot breit verfügbar ist und jeder die Möglichkeit besitzt, dieses auch zu nutzen.

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